Heute vor einem Jahr, am 1. Juli 2009, wurde unsere schwangere Schwester, Marwa el-Sherbini, in einem Dresdner Gerichtssaal brutal ermordet, weil sie ein Kopftuch trug. Ihr kleiner Sohn (3) musste zuschauen, wie seine Mutter niedergestochen wurde. Ihr Mann wurde beim Versuch, sie zu retten, von einem Polizisten angeschossen und schwer verletzt.
Das Motiv des Täters war Islamhass. Feindseligkeiten gegenüber dem Islam und den Muslimen sind in Europa Alltag geworden. Trotzdem wird dieses Thema von den Medien wie auch den Politikern ausgeblendet und somit verharmlost oder sogar gefördert und ausgenutzt, um Wahlanteile zu gewinnen.
Die Verharmlosung der Islamfeindlichkeit führte in diesem Falle zum Tod unserer Schwester Marwa, denn obwohl der Täter Ihre Ermordung angekündigt hatte, wurden seine Drohungen nicht ernst genommen und keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen.