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Iftar Reise 2010 in Genf

28.8. -29.8.2010

In freudiger und gespannter Erwartung fanden wir uns - pünktlich, wie die Eisenbahn - am Samstagmorgen um 9.00 Uhr im Carbahnhof in Zürich ein. Nachdem wir das Gepäck verstaut, die Sitzplätze im Car besetzt und das Bittgebet der Reise ausgesprochen hatten, fuhren wir los. Trotz einer relativ langen Reisezeit verging die Fahrt wie im Flug. Es wurden religiöse Fragen besprochen und diskutiert.

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Als der Car vor der Genfer Moschee vorfuhr, bat sich ein Anblick, den niemand erwartet hatte. Ein 23m hohes Minarett. Und das in der Schweiz! Der Imam der Moschee, Cheikh Youssef Ibram, bereitete uns einen freundlichen Empfang. Wir deponierten erst unser Gepäck und wuschen uns anschliessend für das Dohr-Gebet, welches wir sogleich verrichteten. Danach wurden wir von Cheikh Youssef durch die Räumlichkeiten der Moschee geführt. Die ausgesprochen schönen Stuckaturen und Mosaikverzierungen im Gebetsraum verschlugen uns den Atem. Der Cheikh zeigte uns u.a. den Vortragsraum, den Totenwaschraum, die Bibliothek, die grosse Terrasse und den Moscheinnenhof.

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Daraufhin machten wir einen kurzen Spaziergang zum Museum des IKRK (Internationales Komitee vom Roten Kreuz). In 2 Gruppen aufgeteilt begaben wir uns auf den geführten Rundgang. Die einstündige Tour durch Ausstellungsobjekte und Videoräume hinterliess bei uns einen bleibenden Eindruck. Hinter der Arbeit des IKRK steht unserer Ansicht nach ein sehr islamischer Gedanke: Sich sozial zu engagieren und Hilfsbedürftige zu unterstützen.

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Wieder zurück in der Moschee verrichteten wir das Asr-Gebet. Um 18.30 Uhr trafen wir uns im Vortragsraum, um den Worten des Cheikh Youssef zu lauschen. Der auf Deutsch übersetzte Vortrag beinhaltete zahlreiche wunderschöne Hadithe und der Cheikh erinnerte uns, über den Wert des Ramadans nachzudenken. Der Ramadan sollte uns positiv verändern, die Wichtigkeit der Tauba (Reue) aufzeigen sowie die Rechte, die Allah (t), der Prophet (s.a.s.) und unsere Eltern uns gegenüber haben, verdeutlichen. Zum Abschluss bat er uns, dem Islam und im Allgemeinen den Moscheen in der Schweiz Sorge zu tragen. In der dem Referat folgenden Freizeit hatten wir Zeit, Quran zu lesen, Dhikr zu machen und uns auszuruhen. Bald schon wurde der Adhan zum Maghrib-Gebet ausgerufen und wir versammelten uns zum Gebet. Obwohl es uns, da wir auf Reisen waren, freigestellt war, zu fasten oder zu essen, hatten sich mashaALLAH alle dafür entschieden, das Fasten einzuhalten.

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Umso schöner war es, nach dem Abendgebet den grosszügigen Iftar im Untergeschoss der Moschee mit anderen Brüder und Schwestern einzunehmen und dabei den erlebnisreichen Tag Revue passieren zu lassen. Gleichzeitig konnten wir interessante Bekanntschaften mit Geschwistern aus Genf machen, al hamdulilLah.

Nach dem Essen stand die Diskussion über die Arbeit der Ummah auf dem Plan. Gemeinsam erröteten wir Veränderungen & Entwicklungsmöglichkeiten unseres Vereins. Als der Adhan zum Ischa-Gebet ertönte, mussten wir die angeregte Diskussion, welche kreative Ideen beinhaltete, beenden.

Zum Abschluss des Tages beteten wir in der voll besetzten Moschee das Ischaa- & Tarawih-Gebet. Die Atmosphäre war friedlich und sehr berührend. Nachdem sich die Moschee geleert hatte, breiteten wir die Schlafsäcke aus und schlummerten müde, aber zufrieden ein.

Damit wir am nächsten Morgen vor dem Fajr-Gebet noch ein kleines Frühstück einnehmen konnten, standen wir kurz vor 4 Uhr früh auf und trafen uns in der grossen Eingangshalle der Moschee. Nach der Sunna des Propheten (a.s.s) zögerten wir das Essen bis knapp zum Adhan hinaus und begaben uns dann in die Reihen der Betenden. Dem Morgengebet folgte ein Ders über die Geschichte des Propheten Sulejman. Daraufhin hatten wir Gelegenheit unseren Schlafhaushalt bis um 09.00 Uhr wieder auszugleichen.

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Zeitig aufgestanden packten wir unsere sieben Sachen und versammelten uns vor der Moschee, um danach bei schönstem Wetter zum UNO-Gebäude zu spazieren. Dort angekommen mussten wir uns strengen Sicherheitsmassnahmen unterziehen, bevor wir die Eingangshalle betreten konnten.

Wie beim roten Kreuz, teilten wir uns in zwei Gruppen und wurden so durch die leeren Hallen und Verhandlungsräume geführt. Neben einigen kleinen Anekdoten wurde uns die Geschichte der UNO näher gebracht sowie deren Strukturen erläutert.

Nach der Führung ging es zurück in die Moschee, wo wir uns ein wenig ausruhten und auf das Mittagsgebet warteten. Mit dem Mittagsgebet endete unser Aufenthalt in Genf. Wir verabschiedeten uns von Cheikh Youssef und machten noch ein letztes Gruppenfoto. Danach stiegen wir in unseren Car, der bereits auf uns wartete. Nach dem gemeinsamen Reise Bittgebet dauerte es nicht lange und die meisten holten noch etwas Schlaf nach. Nach einer ca. 4h Fahrt kamen wir etwas müde aber zufrieden in Zürich an.